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By Stefan Schallenberger

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Sei n Körper unter dem Kittel mußte mager sei n, mager u nd z art; er dur f te of fenb ar den jungen M ann beim Lesen nic ht stören« (42). H elander i st es, der die Fi gur in die Romanhandlung einführt. Er spr ic ht Knudsen nachv ier Jahren Der Lesende des Schwei gens an und bittet ihn u m H ilfe, Kfosterschüfer obwohl er ihn nach der Machtergreifung als in der Roman­ roten Hund diffamiert hatte (26). I ndem Hel ander Knudsen um H ilfe bi ttet, die Fi gur handlung aus der Kirc he und dem Ort her au s nach Skilli nge z u b ringen, wird deu tlich, wie wic hti g Helander diese F igur ist.

Der z weite Grund fü r eine Flucht au s Rer ik sc heint zu­ näc hst ein sehr i ndiv idueller Gru nd zu sei n. I n den A ugen der Dor fbewohner i st sein Vater ein Säufer gewesen, sie ha­ ben ihm, der auf of fener See umkam, kein A ndenken be­ wahrt. Der Ju nge hingegen i st stolz auf sei nen Vater, der mehr gewagthabe als die anderen F ischer, indem er die stu­ piden Arbei tsabl äufe durchb rochen u nd si ch mi t sei nem Ku tter au ch ei nmal über die Küstenregion hinweg auf See hinauswagte. Er grenz t sich v on den Dor f bewohnern ab: »Ni cht einmal ei ne T afel haben sie f ür ihn in die Kir che gehängt [...

Er schwieg ei ni ge Zei t und dac hte nach. E s i st gar nic ht so leicht, darauf zu ant­ w orten, ü ber legteer. F rüher hätte i chetw as von F aschi smus gesagt, von Gesc hic hte und Terr or. Er ist ei ne kleine Ziffer im Pl an des Bösen, sagte er schließlic h. Genauso, dac hte er im glei chen A ugenbli ck , wü rde der P farrer sei ne A ntw or t for muliert haben« (109). In ei ner der heikelsten Si tuati onen der E rz ählung, die 56 6. INTERPRETATION gleic hzei tig - obwohl von Knudsen vorweggenommen (88) -einen H öhepunkt der Erz ähl dr amatik darstellt, offenb art sic h nach dem Durchgang durc h den E manz ipati onsprozess von den gr oßen Wel tdeu tungsi nstanzen eine neue Hilflosigkeit der Weltdeutungskom.

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