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By Nikolaus Barbian

​In der auswärtigen Kulturpolitik hat es keine „Stunde Null“ gegeben. Gestützt auf umfangreiches Quellenmaterial arbeitet Nikolaus Barbian die langen Linien einer auf die „Auslandsdeutschen“ bezogenen Außenkulturpolitik heraus und weist nach, dass es in dieser Hinsicht deutliche Kontinuitäten in der jungen Bundesrepublik gegeben hat. Besonders in Lateinamerika stellten die deutschen Migrantengemeinschaften eine nicht zu unterschätzende Herausforderung für den kulturpolitischen Wiederaufbau dar. Die Geschichtsschreibung und das Selbstbild der auswärtigen Kulturpolitik in Deutschland müssten daher unvollständig bleiben, wenn sie die Entwicklung der problembeladenen Haupttradition dieser Politik nach 1945 unberücksichtigt ließen.

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Dabei hätten die Debatten um das eigene Selbstbild auch die auswärtige kulturelle Selbstdarstellung geprägt, andererseits habe die in die Tat umgesetzte Selbstdarstellung auf dem Wege der einschlägigen Diskussion über sie wiederum nach Deutschland zurückgewirkt. 67 In Deutschland herrschte nach 1945 bezüglich des nationalen Selbstverständnisses große Verunsicherung. Das Land hatte eine schwere moralische Niederlage und damit zusammenhängend einen Verlust an Souveränität erlitten. Der Bezug 63 Besonders für die nicht-staatlichen oder gesellschaftlichen Akteure dürfte dies plausibel sein.

183–234, hier S. 187. 134 Die Skepsis gegenüber einer weiteren Auswanderung nach Brasilien war jedoch nicht nur humanitär motiviert. Ostelbische Großgrundbesitzer befürchteten, dass Brasilien zu einem „zweiten Amerika“, zu einem Auswanderungsziel also mit einer ähnlichen Anziehungskraft wie die USA werden könnte. Aus Angst, dass eine solche Entwicklung immer mehr Arbeitskräfte aus dem Osten Preußens abziehen könnte, wurde entsprechender Druck auf die preußische Regierung ausgeübt. 135 Das Reskript wurde in der Folge auch von der Reichsregierung ab 1871 weder partiell für den Süden Brasiliens, wie es vielfach gefordert wurde, noch das ganze Land betreffend aufgehoben.

Im Rahmen der Diskussion über die auswärtige Kulturpolitik sollen daher in der vorliegenden Arbeit die Auseinandersetzungen bezüglich des Umgangs mit den „Auslandsdeutschen“ und die Debatten um deren Unterstützung in den Blick genommen werden. Wenn auch vor dem Hintergrund der großen Verunsicherung hinsichtlich der nationalen Identität in der jungen BRD die Vermutung naheliegen mag, dass die Beschäftigung mit dem „Auslandsdeutschtum“ im Rahmen der auswärtigen Kulturpolitik zum Aufbau eines nationalen Selbstverständnisses beigetragen hat, so sollte dieser Beitrag nicht zu hoch eingeschätzt werden, zumal er nur schwerlich präzise zu bemessen sein dürfte.

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