German 11

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By Lars Schmitt

Wie werden soziale Herkunft und Ungleichheit im Studium erlebt und verarbeitet? Dieses Buch vermittelt "Statistik" und "Erleben" nicht nur theoretisch, indem eine an Pierre Bourdieus Sozioanalyse angelehnte Heuristik von Habitus-Struktur-Konflikten vorgestellt wird. Vielmehr zeigt die examine von Studienberatungsgesprächen, studentischen Wochenberichten und Interviews, dass Studierende nicht-akademischer Herkunft nicht nur verstärkt unter der mangelnden Passung ihres Habitus zu den vorgefundenen kulturellen Mustern leiden, sondern dass soziale Ungleichheit in verschiedenen Formen subtil thematisiert wird. Als Bedingung für eine gelingende Hochschulsozialisation wird deutlich, dass die betreffenden Hochschulkulturen an den Habitus der/des Studierenden ‚andocken’ müssten.

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H. empirisch zu verschiedenen Zeiten erfasste, Wahrscheinlichkeitsräume sind, die Aufenthaltswahrscheinlichkeiten von Elektronen markieren, ist der Bourdieusche Sozialraum ein realer Wahrscheinlichkeitsraum, der Aufenthaltswahrscheinlichkeiten von Akteuren benennt. 1 Die Sozioanalyse Pierre Bourdieus 43 ein Elektron sich an dem wahrscheinlichsten Punkt aufhalten muss, ist dies für einen sozialen Akteur der Fall. Das Verhältnis von Wahrscheinlichkeit (Struktur) und Determinierung bei Bourdieu umschreibt Bauer treffend: „Das Sozio-Logische der Sozialisationsforschung besteht in der Analyse sozialer Wahrscheinlichkeiten.

A. 1997, 826). ] keine Adresse [hat]“ (Luhmann 1997: 866), dann ist klar, dass die Veränderung bei den Akteuren ansetzen und die aufklärende Sozioanalyse ein Mittel dafür bereitstellen könnte. ]. Man sollte jede Mühe daran setzen, um allen fühlbar zu machen, wie sehr politische Angelegenheiten jeden einzeln persönlich angehen und daß es darum geht, in diesen scheinbar abstrakten politischen Angelegenheiten sich selbst mit allen lebenspraktischen Problemen wiederzuerkennen“ (Bourdieu 1992, 17). Damit bleibt zunächst die Frage offen, wie Akteure zu dem Wissen über die Reproduktion ihrer Sozialwelt gelangen und wer konkret die Trägerinnen und Träger von Veränderungen sein können.

Aber die Sozioanalyse zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie – indem sie diese Verteilungen wissenschaftlich aufzudecken vermag –, bereits vom Ansatz her eine befreiende, emanzipatorische Wirkung hat. Das heißt sie rüttelt an den Gegenüberstellungen von Analyse und Bearbeitung sowie von Wissenschaftlichkeit bzw. Werturteilsfreiheit und emanzipatorischer Wirkung. Nicht umsonst hat Bourdieu (etwa 1993, 64-74; Bourdieu/Wacquant 1996, 95-124) den Begriff Sozioanalyse in Anlehnung an die Psychoanalyse gewählt.

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